VTEC - Variable Valve Timing and Lift Electronic Control System

VTEC - Variable Valve Timing and Lift Electronic Control System – ist dem System Motormanagement zugeordnet und wird beispielsweise bei folgenden Marken eingesetzt: Honda.

Steuerung, Regelung und Überwachung von Motorfunktionen, um den Betrieb des Antriebsaggregates und dessen Anbauteilen an Umgebungsverhältnisse und Betriebszustand, sowie an den Fahrwunsch des Fahrers anzupassen.


Beschreibung

Das System wird verwendet, um entweder einen hochdrehenden Sportmotor durch ein höheres Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen alltagstauglicher auslegen zu können oder um abgasarme wirtschaftliche Motoren mit höherer Leistung auszustatten.
Um einerseits ein höheres Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen und andererseits eine höhere Maximalleistung bei hohen Drehzahlen zu erreichen arbeitet das VTEC-System mit zwei Nockenwellenprofilen. Die Ventile werden dabei nicht über einen Nocken direkt gesteuert, sondern über drei Nocken und per Öldruck beaufschlagte Kipphebel.
Bei niedrigen Drehzahlen werden die beiden äußeren („zahmeren“) Nocken von den beiden äußeren Kipphebeln bedient. Der mittlere Nocken für höhere Drehzahlen läuft dabei frei, weil die Verbindung zu den äußeren Kipphebeln mittels einer entspannten Feder geöffnet ist.
Bei hohen Drehzahlen öffnet ein Magnetventil und verbindet hier mittels Sperrschieber die drei Kipphebel fest miteinander. Dadurch bewegt sich der mittlere „schärfere“ Nocken weiter nach unten und lässt so die äußeren Nocken frei laufen.
Schließt das Magnetventil drückt auch die Feder den Kipphebel zurück und trennt somit die feste Verbindung zwischen den drei Kipphebeln. Der mittlere Kipphebel läuft wieder frei.
Das Umschalten zwischen den beiden Nockenprofilen erfolgt hier durch bestimmte Faktoren wie Lastzustand, Motortemperatur, Wassertemperatur, Motordrehzahl und Fahrgeschwindigkeit.

i-VTEC
Beim i-VTEC wird bei niedrigen Drehzahlen ein Einlassventil ganz abgeschaltet und außerdem werden die Steuerzeiten der Einlassventile soweit angepasst das durch ein zündfähigeres Gemisch die Zylinder besser befüllt werden und damit die Verbrennung verbessert werden kann. Letztlich läuft dieser Vorgang wieder auf ein höheres Drehmoment  hinaus. Erreicht wird dies durch ein hydraulische Verdrehung der Einlassnockenwelle. Dabei wird je nach Fahrsituation  eine unterschiedlich große Überschneidung der Ventilöffnungszeiten mit der Auslassnockenwelle erreicht.

Quelle: http://www.hondaoldies.de/Korbmacher-Archiv/Technik/vtec.htm