Vierrad-Feststellbremse

Durch die Vierrad-Feststellbremse wird der maximale Bremsdruck an allen vier Rädern aufgebaut, um das Fahrzeug zu bremsen.


Aufgabe

Sicherung des Fahrzeugs vor Wegrollen.

Bedienung

Die Vierrad-Feststellbremse kann über einen Hebel oder Taster / Schalter (je nach Ausführungstyp) ein- bzw. ausgeschaltet werden.

Komponenten
  • Hebel oder Taster / Schalter zum Ein- bzw. Ausschalten
  • Impulsventil
  • Raddrehzahlsensoren
  • Drucksensoren
  • Steuergerät
  • Druckluft- oder Hydrauliksystem (je nach Ausführungstyp)
  • Federspeicherzylinder
  • Mechanische Bremsanlage
  • Notlösevorrichtung
  • Anzeigeelement
Einordnung

Das System Vierrad-Feststellbremse ist als Einzelsystem verfügbar.

Funktionsweise

Wird der Hebel oder Taster / Schalter der Vierrad-Feststellbremse betätigt, schaltet das Impulsventil (meist ein elektromagnetisches Ventil) die Bremskreise so, dass die Federspeicherzylinder an allen vier Rädern druckfrei werden. Die Bremsbeläge der entsprechenden Bremsanlage (je nach Ausführungstyp) werden mechanisch mittels Federkraft an die Bremsscheibe oder Bremstrommel gedrückt. Damit liegt der maximale Bremsdruck an allen 4 Rädern an. Drucksensoren überwachen diesen Zustand und geben entsprechende Signale an das Steuergerät. Über ein Anzeigeelement wird dem Fahrer die Aktivierung der Vierrad-Feststellbremse angezeigt. Durch erneutes Betätigen des Hebels oder Schalter / Tasters wird die Bremse gelöst. Dabei werden die Federn der Federspeicherzylinder durch Druckluft oder Hydraulikdruck (je nach Ausführungstyp) mit einer Kraft beaufschlagt, welche den Federkräften entgegenwirkt und die Bremse frei gibt. Die Überwachung erfolgt wiederum über Drucksensoren und das Steuergerät, sowie eine Meldung über das Anzeigeelement an den Fahrer. Bei Ausfall des Systems können die Federn durch Notlösevorrichtungen (meist Gewindespindeln) gespannt werden, um die Bremse wieder freizugeben (beispielsweise beim Abschleppen des Fahrzeugs).